Sidonia Zäunemann

Plauescher Traditionsverein e.V.

Veransaltungen, Kirmes, Heimatpflege seit 1998

Der Plauesche Traditionsverein e.V.

 

 

Wir sammeln und arvchivieren verschiedenstes historisches Gut. Von der Geschichte und Herstellung in der Schierholz'schen Porzellanmanufaktur bis hin zur geschichtlichen Aufarbeitung der Stadt Plaue und ihrer Region.

Heimatpflege

Erinnerung an Dichterin in Plaue

Sidonia Hedwig Zäunemann

Plaue (Ilmkreis- Thüringer Allgemeine). Der Plauesche Traditionsverein pflegt das Grab der Dichterin Zäunemann und sucht Steinmetzfirma.

Der Plauesche Traditionsverein e.V. veranstaltet nicht nur Feste in Plaue, sondern sein Vereinszweck beinhaltet auch die historische Aufarbeitung der Geschichte von Plaue mit ihren öffentlichen Personen.

Sidonia Hedwig Zäunemann

Kaiserlich gekrönte Poetin

Sidonia Hedwig Zäunemann wurde 1711 in Erfurt geboren. Der Taufeintrag im Kirchenbuch der Kaufmannsgemeinde erfolgte am 16. Januar.

Bereits im jugendlichen Alter zeigte ihr besonderes Talent am Dichten erste Früchte. Ab 1734 wurden die Zeitschriften Hamburgische Berichte von neuen [später den neuesten] gelehrten Sachen und Thüringische Nachrichten von Gelehrten Sachen zu einem Forum ihrer literarischen Beiträge.

Weit über Erfurts Grenzen bekannt wurde Sidonia Hedwig Zäunemann mit dem Gedicht „Das am 21. und 22. October 1736 unter Glut und Flammen ächzende Erfurt“ und mit dem Erlebnisbericht „ Das Ilmenauische Bergwerk, wie solches den 23. und 30. Jenner des 1737. Jahres befahren, und bey Gelegenheit des gewöhnlichen Berg=Festes mit poetischer Feder uf Bergmännisch entworfen wurde, [...] Erfurt 1737“.

1738 erhielt Sidonia Hedwig Zäunemann im Erfurter Rathaus die Auszeichnung zur poeta laureata, einer lorbeergekrönten Dichterin. Im gleichen Jahr veröffentlichte sie ihre mehr als 600 Seiten umfassende Gedichtsammlung unter dem Titel Poetische Rosen in Knospen.

Auf einem Ritt zu ihrer in Ilmenau lebenden Schwester verunglückte die junge Frau im Alter von 29 Jahren in der Angelrodaer Flur. Unter großer Anteilnahme

fand sie am 16. Dezember 1740 auf dem alten Friedhof in Plaue ihre letzte Ruhestatt.

In Würdigung der bekannten Dichterin errichtete man am 3. Mai 1931 auf dem alten Friedhof in Plaue – südlich der Kirche – ein Denkmal, welches bei der Einebnung des Pfarrgartens wieder beseitigt wurde.

Heute erinnert ein Gedenkstein an die kaiserlich gekrönte Poetin, deren Poesie sich nicht an die zeitgenössischen Erwartungen einer Dichterin anpasste. Zur wachsenden Zahl der Gelegenheitsdichterinnen ihrer Zeit gehörend, emanzipierte sich die Zäunemannin von dieser Schreibweise, ging zudem neue eigene Wege.